Ehrenamt

Wir freuen uns über Ihr Engagement und Ihre Ideen!

  • Spenden Sie Zeit für Kinder, alleinerziehende Frauen, wohnungslose Menschen, ältere Menschen                                                  
  • Engagieren Sie sich ehrenamtlich in unseren Projekten Tanzcafe, Lilien Kicker, Grabpflege-Projekt

Wenn Sie in einem bestimmten Arbeitsbereich der Diakonie tätig werden wollen, dann wenden Sie sich bitte direkt an die Kontakte, die unter den jeweiligen Arbeitsbereichen angegeben sind.

Lesen Sie unten über zwei Beispiele für Ihr Ehrenamt:


Wo seid Ihr, Männer?! - Ehrenamtliche Helfer für Betreuungsgruppen gesucht

Aktuell suchen wir verstärkt Männer, die sich ehrenamtlich in unseren Betreuungsgruppen für Demenz engagieren.

Männer erkranken seltener an Demenz als Frauen. Während statistisch jede fünfte Frau betroffen ist, trifft es nur jeden zehnten Mann. Nichts desto trotz ist die Zahl an Demenz erkrankter Männer hoch. Prominentes Beispiel jüngerer Zeit ist der Fußballmanager Rudi Assauer.
Es ist wichtig, den Betroffenen und den pflegenden Angehörigen Unterstützung zu bieten. Ein wirksames Mittel zur Hilfe ist die Betreuung von Menschen mit Demenz in speziellen Gruppen, in denen Spaß, Unterhaltung, Kreativität stundenweise die Belastungen des Alltags durchbrechen.
Die passenden Angebote auf die Beine zu stellen, ist eine Herausforderung. Beispielsweise wollen Männer in den Gruppen oft andere Themen besprechen als Frauen. Rund 95 Prozent der ehrenamtlich in der Demenzbetreuung engagierten Menschen sind weiblich, und nur wenige Frauen sind technik- und sportbegeistert. „Noch sind es zu wenige Männer, die sich ehrenamtlich in der Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen engagieren", bedauert Barbara Berg, Sozialpädagogin in der Altenhilfe beim Diakonischen Werk Wiesbaden.

Gerade im Bereich der Biografie-Arbeit - also der Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte der Besucher - könnten Helfer die klassischen Männerthemen aufgreifen. „Es ist kein Klischee, dass in der Generation unserer Besucher viele an Autos, Politik und Sport interessiert waren und sind." Da im Verlauf der Demenz das Bewusstsein für die Gegenwart verloren geht, ist es für das Wohlbefinden des Erkrankten bedeutsam, an positive Erinnerungen der Vergangenheit anknüpfen zu können. „Gespräche über vergangene Zeiten schaffen Vertrauen und Sicherheit", sagt Expertin Barbara Berg. Die Themenvielfalt wäre riesig, die männliche Helfer in die Betreuungsgruppen einbringen könnten.

In den sechs Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz, die das Diakonische Werk mittlerweile im Raum Wiesbaden und Mainz-Kastel anbietet, ist bisher nur ein Mann als Betreuer aktiv. Die Betreuungsgruppen verfolgen zwei Ziele: den an Demenz erkrankten Menschen wertvolle Sozialkontakte anzubieten und den möglicherweise stark belasteten Angehörigen der altersverwirrten Menschen zu Entlastung und freier Zeit zu verhelfen.

Wesentliches Element ist die 1:1-Betreuung der erkrankten Menschen. Diesen Betreuungsschlüssel zu erreichen, hängt von der Bereitschaft der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ab. Gesucht wird - neben den Betreuungshelfern - aber auch ein Begleitdienst gebildet aus Männern, die an Demenz erkrankte Menschen zuhause abholen und am Ende der Betreuungsgruppe wieder zurückbringen.

Woran es liegt, dass nur wenige Männer in Betreuungsgruppen mitarbeiten, darüber kann spekuliert werden: „Vielleicht ist das Einsatzgebiet den Männern noch unbekannt?" Um die Scheu vor dem Ehrenamt in der Demenzbetreuung zu nehmen, startet Barbara Berg einen Aufruf: „Männer helft anderen Männern!" Niemand wird einfach ins kalte Wasser gestoßen, denn die Diakonie bietet spezielle Fortbildungen und qualifizierte Anleitung an.
Doch nicht nur interessierte Männer werden gebeten, das wichtige Angebot der Betreuungsgruppen ehrenamtlich zu unterstützen. „Ohne Frauen geht es nicht", sagt Barbara Berg.

Die Betreuungsgruppen für Menschen mit Demenz finden wöchentlich vier Stunden in den Räumen folgender Kirchengemeinden statt:

• Ev. Erlösergemeinde in Mainz-Kastel, Paulusplatz 5
• Ev. Kirchengemeinde Igstadt
• Kath. Gemeinde St. Elisabeth am Zietenring
• Ev. Albert-Schweitzer-Gemeinde in Biebrich
• Ev. Paul-Gerhardt-Gemeinde im Kohlheck
• Ev. Gemeinde in Bierstadt

Kontakt und Information:
Ansprechpartnerin Barbara Berg
Telefon: 0611-360 91 29
Fax: 0611-360 91 20
E-Mail: barbara.berg@dwwi.de

"Ein Erwachsener nur für mich!" - Paten gesucht für Kinder und Jugendliche

Das Diakonische Werk startete 2010 ein Patenprojekt. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden als Patinnen und Paten für Kinder und Jugendliche aus sozial belasteten Lebenssituationen gesucht; sie sollen Kinder im Alter von 8 bis 17 Jahren einmal in der Woche für ein bis zwei Stunden begleiten, unterstützen, motivieren und anleiten. Lernförderung steht dabei in erster Linie auf dem Plan, aber neben der nötigen Hausaufgabenhilfe geht es auch um soziales Lernen. Anna (Name geändert) ist neun Jahre alt und durfte mit dem Patenprojekt, das eine Anschubförderung von Aktion Mensch erhalten hat, Erfahrungen sammeln. Die Qualität des Projekts fasst das Mädchen eindrucksvoll in einem begeisterten Satz zusammen: „Ein Erwachsener nur für mich!“ Einer, der geduldig zuhört, fragt, mitfühlt, das brauchte die Schülerin aus Wiesbaden, gerade weil „Mama manchmal andere Sorgen hat“. Also trifft sich Anna mit ihrem Paten auch mal für einen Museumsbesuch oder einen Spaziergang durch die Fasanerie.

Ein anderes Patenkind, das erst mit 10 Jahren nach Deutschland kam, konnte sich mit Unterstützung der Patin hier integrieren, die Realschule abschließen und befindet sich jetzt in einer handwerklichen Ausbildung.

Manche „Patenkinder“ mussten in der Schule Mobbing und Gewalt erleiden – so auch Jenny (Name zum Schutz geändert.) Jenny ist 13 und konnte sich lange Zeit gar nicht wehren gegen die Mitschülerinnen und Mitschüler, die sie hänselten und bedrängten. Dann kamen noch die Schwierigkeiten im Elternhaus dazu. Dort wo früher Ohnmacht herrschte, ist heute Zuversicht: das Mädchen konnte auch mit Hilfe einer Lernpatin Wege finden, den Anfechtungen selbstbewusst zu begegnen. Statt alles still zu erdulden, kämpft sie heute für ihre Interessen, und „die Noten wurden auch besser“, freut sich das Mädchen.

Angebunden sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer an das Zentrum für Beratung und Therapie (ZBT). „Dort achten wir darauf, dass wir die Helfer gut anleiten und begleiten“, sagt Ute Ledwoyt. Die Pädagogin organisiert und koordiniert das Patenprojekt, das wegen der großen Nachfrage von Schülerinnen und Schülern mit Unterstützungsbedarf auf neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angewiesen ist. Den Paten werden Fort- und Weiterbildungen sowie regelmäßige Supervision für ihre wichtige Arbeit angeboten.

Kontakt zu Ute Ledwoyt:
Telefon: 0611-422663,
Mobil: 0160-6729179
Mail: ute.ledwoyt@zbt-dwwi.de
Der zweite Appell lautet: Spender gesucht, die das Patenprojekt in Zukunft sichern.

Spendenkonto Diakonisches Werk Wiesbaden, Stichwort: Lernpatenprojekt ZBT.
Nassauische Sparkasse Wiesbaden
Kto.-Nr.:100 021 676
BLZ:510 500 15




Hinweis: Diese Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, indem Sie eine E-Mail an info@diakonisches-werk-wiesbaden.de schicken.

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag:
08:30 - 12:00 Uhr

Montag und Mittwoch:
13:00 - 16:30 Uhr

Rheinstr. 65
65185 Wiesbaden
Tel. 0611 / 360 91-0
Fax 0611 / 360 91 -20
 

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