Medizinische Versorgung

Das Angebot der medizinischen Versorgung in der Teestube besteht seit 1993 und wird von zwei sich gegenseitig vertretenden Allgemeinmedizinern durchgeführt. Medizinische Versorgung für die Besucher der Teestube in den Räumen der Teestube ist aus folgenden Gründen notwendig:

  • Unsere Besucher haben durch oftmals als abweisend erlebtes Verhalten von Ärzten und deren Personal, aber auch von anderen Patienten eine große Hemmschwelle entwickelt, überhaupt zu einem Arzt zu gehen.
  • Die eigene, oft mangelhafte, Körperhygiene führt zu Schamgefühl, das sie vor dem Gang zum Arzt in einer Arztpraxis abhält.
  • Oft sind die gesundheitlichen Schädigungen schon so weit fortgeschritten, dass sie sich wiederum schämen, diese bisher nicht behandelt zu haben.
  • Sie schämen sich, dem Arzt gegenüber ihre schwierigen Lebensverhältnisse offen zu legen.
  • Sie haben Angst vor der Diagnose.
  • Sie haben Angst vor Schuldzuweisungen.
  • Sie sind nicht krankenversichert.
  • Sie haben ihre Unterlagen wie z.B. ihre Krankenchipkarte verloren.
  • Sie halten das Warten im Wartezimmer nicht aus.
  • Durch die Schädigung ihrer Leber leiden sie unter genereller Antriebslosigkeit.
  • Sie haben kein Geld für die Praxisgebühr.
  • Sie haben kein Vertrauen zu Ärzten.
  • Sie müssen sich Mut antrinken.
  • Sie haben keine Tagesstruktur und sind kaum in der Lage, Termine einzuhalten.

Besonders im Bereich der medizischen Versorgung ist das Diakonische Werk Wiesbaden auf Spenden angewiesen, um für unsere Patienten die Praxisgebühr zu übernehmen und im Einzelfall auch mal die Kosten für ein lebenswichtiges Medikament vorzulegen. Zur Seite: So können Sie helfen

Zahnmedizinische Versorgung

Wir haben Ärzte und seit 2004 auch Zahnärzte gewinnen können, die versuchen, unseren Besuchern die Hemmschwellen zu nehmen und zunächst ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufzubauen.

In einem nächsten Schritt kann der Patient dann gegebenenfalls in der eigenen Arztpraxis weiterbehandelt oder zu einem Facharzt weitervermittelt werden.

Im Jahr 2004 konnten wir uns einen großen Traum erfüllen und haben zusammen mit dem Gesundheitsamt der Stadt Wiesbaden, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, einer super engagierten Zahnärztin und der Firma Henry Schein einen Zahnarztbehandlungsraum eingerichtet, da die Hemmschwellen unserer Besucher bei einem Zahnarztbesuch noch höher sind.

Die medizinische und zahnärztliche Sprechstunde findet immer am Mittwoch von 14.00 bis 16.00 Uhr statt.

Humanitäre Sprechstunde

Nicht alle Menschen genießen den Schutz einer Krankenversicherung. Manche wohnungslose Menschen scheuen den Weg zum Arzt. Insbesondere Menschen, die sich illegal in Deutschland aufhalten, vermeiden im Krankheitsfall aus Furcht vor Entdeckung den Kontakt mit Gesundheitseinrichtungen.

Ungeachtet des persönlichen Hintergrunds erkrankter Menschen will eine Kooperationsgemeinschaft aus der Stadt Wiesbaden, Diakonie und pro familia die wichtige humanitäre Aufgabe der medizinischen Hilfe wahrnehmen.

Mit der Einrichtung der Humanitären Sprechstunde soll jenem Personenkreis der Zugang zu Gesundheitsversorgung unbürokratisch ermöglicht werden, der sonst keine Chance auf nötige Hilfe sieht. Die Sprechstunde wird auf Wunsch der Betroffenen anonym angeboten.
Innerhalb der Kooperationsgemeinschaft ist das Diakonische Werk Wiesbaden für die allgemeinärztliche und zahnärztliche Sprechstunde für Erwachsene verantwortlich; sie findet immer mittwochs von 14.00 -16.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Teestube, Dotzheimerstr. 9, statt.
Das mehrsprachige Faltblatt mit allen weiteren Informationen finden Sie hier.

Mit Stand vom 19.10.2011 haben wir eine Pressemitteilung als erste Zwischenbilanz zur humanitären Sprechstunde erstellt. Um sie zu lesen, klicken Sie bitte hier.



Öffnungszeiten:

Montag - Freitag:
08:30 - 12:00 Uhr

Montag und Mittwoch:
13:00 - 16:30 Uhr

Rheinstr. 65
65185 Wiesbaden
Tel. 0611 / 360 91-0
Fax 0611 / 360 91 -20
 

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